Psychotherapie
 
 


Unter Psychotherapie versteht man das gezielte Behandeln einer psychischen Erkrankung oder psychischer Folgen von körperlichen Erkrankungen oder von Problemen der Lebensführung.
Dies geschieht mittels verbaler Intervention auf der Grundlage einer therapeutischen Arbeitsbeziehung.
Patienten berichten z. B. über Angst, Panikattacken oder eine depressive Stimmungslage, manchmal verbunden mit fehlendem Antrieb und Hoffnungslosigkeit. Zurückliegende schwerwiegende Probleme können partnerschafts- oder arbeitsplatzbedingte Schwierigkeiten sein, innerfamiliäre Zerwürfnisse, Orientierungslosigkeit, sexueller Missbrauch, „Mobbing“ oder ein sogenanntes „Burn out Syndrom“.
In der Tiefenpsychologie findet eine Auseinandersetzung mit unbewussten, in der Lebensgeschichte, meist in der Kindheit grundgelegter Motivationen und Konflikte statt. Das Ziel hierbei ist, Ursachen und Hintergründe des Leidens zu klären und diese damit abzuschwächen oder aufzulösen.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie beruht auf den theoretischen Grundlagen der Psychoanalyse und ihren Weiterentwicklungen.
Im Allgemeinen und idealerweise erfolgt eine Therapiesitzung pro Woche und die Behandlung findet im Sitzen statt.
In begrenzter Zeit wird eine begrenztere Zielsetzung angestrebt (Symptomminderung, Einsicht in innere Konflikte), der Focus liegt im „Hier und Jetzt“.

Psychotherapie als Kassenleistung
In Deutschland ist die psychotherapeutische Medizin Bestandteil der kassenärztlichen Versorgung und der privaten Krankenversicherung.
Die psychotherapeutische Behandlung muss von der Krankenkasse genehmigt werden.
Zu diesem Zweck stellt der Patient einen formlosen Antrag, dem der Therapeut einen (anonymisierten) Bericht an einen Gutachter der Krankenkasse beilegt. Von der Stellungnahme des Gutachters hängt es ab, ob die Krankenkasse die Behandlungskosten übernimmt bzw. wie viele Therapiestunden zur Verfügung gestellt werden können.

Einzeltherapie
In dieser Gesprächstherapieform wird in der Dyade gearbeitet: Patient und Therapeut. Dies ist in Deutschland zur Zeit die häufigste Therapieform.

Gruppentherapie
Die Gruppenmitglieder sitzen mit dem Therapeuten im Kreis, so dass sich alle gut sehen können.
In der Regel wird eine Gruppengröße von 7 bis 12 Personen als ideal angesehen.
Die Gruppenmitglieder initiieren und bestimmen durch ihre Beiträge den Verlauf des Gruppengesprächs.
Entweder steht ein bestimmtes Thema im Zentrum der Aufmerksamkeit oder eine einzelne Person.
Alle lernen durch Beobachtung und Teilnahme.
Aufgabe des Therapeuten ist es, die unbewusste Kommunikation der Mitglieder untereinander und die Widerstände der Einzelnen gegenüber Einsichten oder Veränderungen zu beobachten und zu deuten.
Dabei soll die Gruppe als Abbild der Gesellschaft und der Herkunftsfamilie jedes Teilnehmers wirken.
Aus diesem Grunde treffen sich in der Gruppe Menschen mit unterschiedlichsten Lebensläufen und psychischen Erkrankungen, hier wird keine Auswahl gleicher Krankheitsbilder vorgenommen.
Die wichtigsten Wirkfaktoren sind: wenn Gefühle ausgedrückt und erlebt werden können, in der Gruppe ein emotionaler Zusammenhalt herrscht und gemeinsam das „Zwischenmenschliche“ gestaltet und erlernt werden kann.
 

 
 
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